BellandVision zeigt sich massiv enttäuscht über Verhalten der Wettbewerber

Ein ausgearbeiteter Kompromiss steht für Lösungsinteressierte bereit

Pegnitz, 28. April 2014

"Der von den Wettbewerbern in der Gemeinsamen Stelle der dualen Systeme als Kompromiss verkündete Vorschlag zur Lösung für 2014 ist nichts wert", sagt Thomas Mehl, Geschäftsführer des zweitgrößten dualen Systems BellandVision. Mehl kritisiert die Marktanteilsverteilung als nicht plausibel, da sie auf unrealistischen Angaben einiger Systembetreiber basieren und damit BellandVision ungerechtfertigt mit erheblichen Kosten anderer Systembetreiber belastet.

„So lässt sich kein Kompromiss finden, wenn alle unsere Lösungsvorschläge per se abgelehnt werden, obwohl sie sachgerecht und mit Zugeständnissen verbunden waren", so der Geschäftsführer. Im Gegensatz hierzu fanden Forderungen zur wirtschaftlichen Entlastung von drei anderen Systemen konsequent Berücksichtigung.

Der neutrale Wirtschaftsprüfer der Gemeinsamen Stelle hat zum Wohl des Gesamtsystems am Samstag einen neuen Kompromissvorschlag für die Anteilsermittlung 2014 vorgelegt. Obwohl damit ihre Markt- und Kostenanteile immer noch deutlich zu hoch sind, hat BellandVision diesem zur Sicherung der dualen Entsorgung bereits zugestimmt. Damit die anderen Systembetreiber keinem weiteren öffentlichen Entscheidungszwang ausgesetzt werden, hat der neutrale Wirtschaftsprüfer zwischenzeitlich seinen Kompromissvorschlag zurückgezogen, der aber weiterhin für BellandVision eine konsensuale Lösung darstellen könnte.

Im Gegensatz zu einigen anderen Systembetreibern ist BellandVision zudem auch bereit, die entstandene Deckungslücke 2014 selbst zu finanzieren und möchte nicht zwangsweise Industrie und Handel als Darlehensgeber bemühen. Es ist nur folgerichtig, wenn die dualen Systeme die Verantwortung übernehmen, hier wurde das Delta auch verursacht. Eine Drittfinanzierung ist dabei nicht ausgeschlossen, sollte aber jedem System selbst überlassen sein.

BellandVision kritisierte bereits seit drei Quartalsmeldungen die absurden Mengenmeldungen und das unberechtigte Zuschieben von Marktanteilen, die BellandVision im zweistelligen Millionenbereich belastet. Einzig um die duale Entsorgung nicht zu gefährden, erklärte sich BellandVision im März bereit, letztmalig bis 30. April 2014 in Vorkasse zu gehen. Die vom neutralen Wirtschaftsprüfer der Gemeinsamen Stelle für das 2. Quartal zunächst errechneten und später widerrufenen Marktanteile gelten ohnehin nicht als offizielles Clearingergebnis.

BellandVision fordert ihre Wettbewerber nun auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um bis zum 30. April einen für alle tragfähigen Kompromiss für 2014 zu finden und Vorkehrungen für 2015 zu treffen, die eine Wiederholung der aktuellen Situation ausschließen.

 

Über BellandVision
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