BellandVision warnt vor übereilten Schuldzuweisungen

BellandVision warnt vor übereilten Schuldzuweisungen

Pegnitz, 16. Juli 2013

Deutschlands zweitgrößtes duales System BellandVision warnt vor all zu schnellen Schuldzuweisungen bei der Suche nach den angeblich fehlenden Leichtverpackungsmengen. „Nur eine gründliche Prüfung der gemeldeten Zahlen kann hier Klarheit schaffen“ so Thomas Mehl, Geschäftsführer der BellandVision. „Ich halte nichts von den populistischen Aussagen mancher Akteure ehe alle Angaben überprüft wurden“, so Mehl. Die Prüfbehörden der Länder verfügen über alle notwendigen Daten und werden in ihren Prüfprozessen sicher die Differenzen schnell aufklären.

Am 21.6.2013 hatten die Daten des Deutschen Industrie und Handelskammertages (DIHK) für Irritationen gesorgt, da anscheinend über 30.000 Tonnen Leichtverpackungen (2,49 % von Gesamt-LVP) nicht korrekt angegeben worden sein sollen. Mehl verweist in diesem Zusammenhang auf eine Meldung aus dem Jahr 2011. Auch hier gab es wochenlange Diskussionen über angebliche Fehlmengen von über 300.000 Tonnen, die sich nach gründlicher Überprüfung als simpler Eingabefehler eines Herstellers herausstellten. Mehl fordert daher zur Besonnenheit aller Beteiligten auf.

Die Darstellungen des Dualen Systems Deutschlands (DSD) und auch des Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-Wasser-und Rohstoffwirtschaft (BDE), dass nur duale Systeme die dem BDE-Zertifikat angehören, durch diese Selbstverpflichtung die Einhaltung der Vorschriften der Verpackungsverordnung sicherstellen können, sind für Mehl nicht nachvollziehbar. „Selbstverständlich setzt auch BellandVision die Verpackungsverordnung und zugehörige Regelwerke korrekt um und lässt ihre Lizenzmengenmeldungen immer von fachkundigen unabhängigen Wirtschaftsprüfern prüfen und plausibilisieren. Die umfangreichen Prüfungen beinhalten auch einen Abgleich auf Kongruenz zwischen den Zahlen die an die DIHK und denen die an die Gemeinsame Stelle zu melden sind", so der Geschäftsführer. „Den Eindruck zu erwecken, als würde dieses in den ohnehin für alle Systeme geltenden Prüfrichtlinien der Clearingvereinbarung nur von BDE-Zertifikatsmitgliedern erfüllt, ist nicht akzeptabel", so Mehl.

Laut BellandVision wäre es wünschenswert, wenn sich die dualen Systeme mehr darauf konzentrieren würden, ihre Stärken und ihren Mehrwert für die Wirtschaft und den Verbraucher herauszustellen. "Die jüngste Sektoruntersuchung des Bundeskartellamtes hat klar die erheblichen Vorteile der dualen Systeme aufgezeigt". Diese seit Jahrzehnten erfolgreiche, effektive Recyclinglösung für gebrauchte Verpackungen gilt es bei allem Wettbewerbsstreben weiter der Öffentlichkeit zu kommunizieren und sich nicht mit teilweise unsachlichen Schuldzuweisungen selbst zu schaden bzw. diese positive Errungenschaft zu gefährden", sagte Mehl.