Leitfaden zur Verpackungsverwiegung

Bestimmung der Verpackungsart

Begriffsbestimmung nach § 3 VerpackG

Verpackungen sind „aus beliebigen Materialien hergestellte Erzeugnisse zur Aufnahme, zum Schutz, zur Handhabung, zur Lieferung oder zur Darbietung von Waren, die vom Rohstoff bis zum Verarbeitungserzeugnis reichen können [und] vom Hersteller an den Vertreiber oder Endverbraucher weitergegeben werden."

Verkaufsverpackungen werden „typischerweise dem Endverbraucher als Verkaufseinheit aus Waren und Verpackung angeboten“. Außerdem gelten solche Verpackungen als Verkaufsverpackungen, „die erst beim Letztvertreiber befüllt werden, um a) die Übergabe von Waren an den Endverbraucher zu ermöglichen oder zu unterstützen (Serviceverpackungen) oder b) den Versand von Waren an den Endverbraucher zu ermöglichen oder zu unterstützen (Versandverpackungen).“

Umverpackungen sind solche Verpackungen, die „eine bestimmte Anzahl von Verkaufseinheiten […] enthalten und typischerweise dem Endverbraucher zusammen mit den Verkaufseinheiten angeboten werden oder zur Bestückung der Verkaufsregale dienen.“

Transportverpackungen sind wiederum Verpackungen, die „die Handhabung und den Transport von Waren in einer Weise erleichtern, dass deren direkte Berührung sowie Transportschäden vermieden werden, und typischerweise nicht zur Weitergabe an den Endverbraucher bestimmt sind.“

Gemäß Verpackungsgesetz sind ausschließlich mit Ware befüllte Verkaufs- und Umverpackungen, die nach Gebrauch typischerweise beim privaten Endverbraucher als Abfall anfallen an einem dualen System oder an einer zugelassenen Branchenlösung zu beteiligen.

Hier finden Sie eine Hilfestellung für die korrekte Zuordnung zu den Verpackungsarten und Angaben, ob diese lizenzpflichtig sind oder nicht.

 

Ermittlung der Verpackungsmasse

Bislang gibt es keine verbindlichen Vorgaben der Zentralen Stelle zur Ermittlung der Verpackungsgewichte.

Bisher wurden bei der Eigenverwiegung folgende Grundsätze angenommen:

  • Gewichtsermittlung erfolgt jährlich bzw. nach gewichts- oder materialrelevanten Änderungen

  • Verwiegung mit einer geeichten Waage, die bis zu 2 kg misst und zwei Dezimalstellen anzeigt; Umgebungseinflüsse wie z. B. ein Luftzug müssen ausgeschlossen sein

  • Stichproben 

 
Verpackungsleergewicht in g Anzahl Stichproben
≤ 5 g 60
> 5 g und ≤ 10 g 30
> 10 g und ≤ 50 g 20
> 50 g 10
  • Aus allen ermittelten Werten wird ein Mittelwert gebildet

  • Angabe der Messergebnisse in g mit zwei Dezimalstellen, kaufmännische Rundung

  • Verpackungsbestandteile müssen einzeln verwogen werden, wenn sie unterschiedlichen Materialkategorien zuzuordnen sind

Hinweis: Die Verpackungen müssen restentleert, gesäubert und vollständig getrocknet sein. Bei Papier, Pappe, Karton ist zu beachten, dass die zu verwiegenden Verpackungen keiner zu hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt waren und dadurch ein zu hohes Verpackungsgewicht bestimmt wird.